Blockchain Wallets – sei deine eigene Bank (20 x 100 ZIL Giveaway)

Blockchain Wallets – sei deine eigene Bank (20 x 100 ZIL Giveaway)

Was eine Blockchain ist, habe ich euch bereits in einem anderen Artikel versucht zu erklären – hoffentlich erfolgreich genug, damit ihr das nun auch ausprobieren möchtet. In jenem Artikel habe ich auch bereits angeschnitten, dass sowohl Bitcoin als auch Ethereum aktuell durch sehr hohe Transaktionsgebühren auffallen. Das ist natürlich doof, wenn man das einfach einmal ausprobieren möchte. Deshalb fällt die Wahl, für welche Blockchain ich eine Wallet-Erklärung schreibe, auf die Blockchain von Zilliqa. Zilliqa samt ZIL (so der Name des Coins) werde ich auch in kommenden Artikeln nutzen, um die Möglichkeiten der Blockchains zu beschreiben.

Zuerst ein paar Begriffserklärungen. Als Wallet (dt. Geldbörse) bezeichnet man die Software, die eure Coins (Werteinhheiten der jeweiligen Blockhain) sicher verwahrt. Warum sicher? Die Software ist nur eine optische Oberfläche, um mit der Blockchain zu interagieren. Sie autorisiert Transaktionen, die mit euren Private Keys (dt. private Schlüssel) und eurer öffentlichen Adresse ausgeführt werden. Die privaten Schlüssel sind nicht an eine bestimmte Software gebunden. Das heißt, wenn ihr einen privaten Schlüssel mit Software A generiert, könnt ihr diesen auch einfach in einer anderen Software nutzen.

Glücklicherweise muss man heute nicht mehr zwingend direkt mit den Private Keys hantieren, um ans Ziel zu kommen. Es gibt praktisch überall sogenannte Recovery Phrases (Wiederherstellungs-Sätze), die einen Wechsel zwischen verschiedenen Software-Wallets vergleichsweise einfach machen. Gleichzeitig sind sie die Rettung, wenn ein Gerät einmal kaputt oder verloren geht. Habt ihr euren Recovery Phrase und/oder Private Key, kann euch das relativ egal sein.

Umso wichtiger ist, dass man Recovery Phrase und Private Key hütet wie seinen Augapfel. Jeder, der im Besitz einer der Komponenten ist, kann (und wird) über euer dort hinterlegtes Vermögen verfügen. Deshalb ist so ein Wallet auch ein bisschen mehr als eine Geldbörse, es ist quasi eure eigene Bank, ihr und nur ihr bestimmt darüber, was mit den Werten in der Wallet passiert. „Not your keys, not your coins“ (dt. nicht deine Schlüssel, nicht deine coins) ist ein Satz, den man oft hört. Das beinhaltet auch alle Wallets, die von Dritten verwaltet werden, zum Beispiel auf Cryptobörsen für den Handel unterschiedlicher Währungen.

Wichtig, wirklich wichtig: Gebt niemals eure Private Keys oder Recovery Phrases heraus. Egal wie verlockend ein Angebot scheint oder wie tief ihr in technischen Schwierigkeiten steckt. Kein seriöser Akteur wird euch danach fragen, es wird immer auf einen Betrug hinauslaufen, am Ende sind eure Coins weg. Immer. Normalerweise würde man sagen, logisch, aber selbst 2021 fallen da reihenweise Nutzer drauf herein, auch langjährige Nutzer, in den häufigsten Fällen von Gier getrieben. Seid nicht wie diese Nutzer.

Ich lege bei der Nutzung von Blockchains sehr viel wert darauf, dass sich das auch auf dem Smartphone nutzen lässt. Das war bis vor gar nicht so langer Zeit schlicht nicht möglich und auch heute ist das noch so eine Sache. Das Smartphone ist für viele heute aber der digitale Lebensmittelpunkt, also sollte es auch in diesem Fall genutzt werden können. Android-Nutzer haben es da etwas leichter, iOS-Nutzer bekommen hier mit voller Härte die Apple-Restriktionen zu spüren. Ich bin iOS-Nutzer, insofern werdet ihr hier auch nur Apps finden, die zumindest zum jeweiligen Zeitpunkt auch für iOS verfügbar sind.

Deshalb gibt es nun die Anleitung, wie ihr Moonlet in Verbindung mit der Zilliqa Blockchain einrichtet. Schon beim Download der Wallet-Software solltet ihr darauf achten, dass es auch wirklich die Software es gewünschten Anbieters ist. Ihr wollt sicher nicht auf einen Fake hereinfallen, der dann eure Private Keys irgendwo hinlädt. Moonlet erhaltet ihr im App Store für iOS sowie im Google Play Store für Android. Öffnet ihr die App zum ersten Mal, werdet ihr von folgendem Bildschirm begrüßt (iOS-Version, die Android-Version kann optisch geringfügig abweichen):

Da ihr weder eine alte Wallet wiederherstellen (Recover) noch eine andere Wallet verbinden (Connnect) möchtet, wählt ihr im ersten Schritt Create (erstellen) aus. Das bringt euch direkt zum nächsten Bildschirm:

Nachdem ihr die Terms of Service (Nutzungsbedingungen) und die Privacy Policy (Datenschutzerklärung) gelesen habt, könnt ihr beherzt den Accept (akzeptieren) Button drücken, was euch zum nächsten und wichtigsten Schritt bringt:

Hier müsst ihr nun die 12 Wörter eures Recovery Phrase wie abgebildet nummeriert aufschreiben. Ja, aufschreiben, so mit Stift auf Papier. Macht keine Screenshots und speichert die Inhalte auch nirgends, wo es irgendwie online gefunden werden kann. Ihr seid für diese 12 Wörter verantwortlich und ihr werdet sie irgendwann einmal benötigen. Gebt diese Wörter nicht weiter, niemals. Ihr müsst im ersten der drei Bildschirme auch noch einmal bestätigen, dass ihr um die Wichtigkeit des Recovery Phrase Bescheid wisst. Falls ihr kein Englisch könnt, schreibt die Wörter Buchstabe für Buchstabe auf. Ich hatte neulich den Fall, dass ein Bekannter der Meinung war, er könne seine Wallet mit den 12 Wörtern nicht wiederherstellen. Der Fehler lag glücklicherweise in einem falsch geschriebenen Wort. Moonlet wird im Anschluss überprüfen, ob ihr die Wörter auch brav aufgeschrieben habt, drei werden zufällig abgefragt. Das sieht folgendermaßen aus:

Zum Abschluss der Einrichtung müsst ihr jetzt noch eine App-PIN vergeben. Ihr wollt schließlich nicht, dass bei Verlust eures Smartphones jemand Zugriff auf die Wallet bekommt und sich so auch Zugang zum Private Key verschaffen oder euch direkt die Wallet leer räumt:

Bei Einrichtung der PIN müsst ihr auch wieder bestätigen, dass euch bekannt ist, dass Moonlet euch bei Verlust der PIN nicht weiterhelfen kann. Allerdings ist ein Verlust der PIN halb so tragisch, denn durch euren Recovery Phrase könnt ihr die Wallet im Zweifel einfach neu einrichten. Habt ihr die PIN eingerichtet, seid ihr auch schon durch und werdet von der Hauptübersicht der Wallet, Dashboard genannt, begrüßt:

Unten seht ihr nun drei Reiter, denn ihr habt nun nicht nur eine Wallet für die Zilliqa-Blockhain eingerichtet, sondern habt auch gleich noch eine Wallet für Ethereum und NEAR eingerichtet. Super praktisch, aber für diesen Artikel weniger relevant, wir wollen es ja einfach halten.

Das Dashboard zeigt allerlei Informationen an, hauptsächlich zum Staking (das werde ich in einem weiteren Artikel ausführlich erklären), für das reine Senden und Empfangen von ZIL muss man einfach etwas weiter unten schauen und ZIL auswählen. Das bringt euch dann zu folgender Übersicht:

Möchtet ihr nun ZIL empfangen – ihr habt ja noch keine – tippt ihr auf Receive (dt. empfangen). Dann könnt ihr die Empfangsadresse kopieren oder auch einen QR-Code weitergeben. Mehr braucht der Sender nicht. Möchtet ihr ZIL verschicken, tippt ihr auf Send (senden) und kommt zu folgendem Bildschirm:

Hier müsst ihr einfach die Adresse des Empfängers eingeben. Dieses lange Zahlen-Buchstabending, beginnend mit zil… Im Screenshot seht ihr bereits ein weiteres Thema, die Nutzung von Blockchain-Domains. Nur ganz kurz: So müsst ihr nicht mehr die unmerkbaren langen Adressen eingeben, sondern könnt einfach eine Domain eingeben. In diesem Fall ist der Empfänger bullishon.zil, die komplette Adresse wird darunter angezeigt. Im nächsten Schritt gebt ihr noch den Betrag ein und bestätigt dann alles. Die Gebühr für den ZIL-Transfer beträgt 0,002 ZIL, das sind aktuell ungefähr 0,0002 Euro. Schickt ihr öfter zu einer bestimmten Adresse, könnt ihr dieser in Moonlet auch einen Namen zuweisen und bei nächsten Mal den Empfänger direkt auswählen.

Wie kommt ihr aber nun an ZIL? Da beginnt der kompliziertere Part von Cryptowährungen und das wird auch nicht Bestandteil dieses Artikels sein. Wie ihr Coins sicher an Börsen kauft, erkläre ich ein andermal. Aber es gibt ja ein Gewinnspiel! Kommentiert einfach, was ihr hier als nächstes Lesen möchtet. 20 x 100 ZIL (100 ZIL entsprechen aktuell rund 10 Dollar) werde ich verteilen. Dabei spielt es keine Rolle, ob mir euer Themenvorschlag gefällt. Da das hier quasi ein völlig frisches Blog ist, sollten alle tatsächlich interessierten Leser eine gute Chance haben. Gebt bei Eurem Kommentar unbedingt eine gültige E-Mail-Adresse an, über die werde ich die ZIL-Adresse abfragen (und für nichts anderes verwenden, versprochen).

Die Gewinnertransaktionen werde ich später dann in diesem Beitrag posten – dank Blockchain ist das dann alles nachvollziehbar. Apropos Transparenz: Ich zahle die 20 x 100 ZIL aus eigener Tasche, da gab es keinerlei Zugaben von Zilliqa oder Moonlet. Da ich keinerlei Ahnung habe, wie viele mitmachen werden, lasse ich die Kommentare vorerst bis Sonntag, den 21. Februar laufen. Kommentare werden manuell freigeschaltet, geduldet euch also, falls es ein bisschen dauert. Und wie immer gilt: Feedback ist herzlich willkommen!

Update 21.02.2021: Kommentare, die ab 21.02.2021 12:00 Uhr hereinkommen, werde nicht mehr für das Gewinnspiel berücksichtigt. Allen anderen: Herzlichen Glückwunsch, Mails gehen bald raus.

Update 23.02.2021:

14 thoughts on “Blockchain Wallets – sei deine eigene Bank (20 x 100 ZIL Giveaway)

  1. Hallo Sascha,
    ich beschäftige mich seit zirka 10 Monaten mit dem Thema Blockchain und Coins und finde deine Einführung in diese Welt sehr verständlich erklärt. Ohne die Hilfe eines guten Freundes hätte ich mich damals nicht an das Thema herangetraut. Eine Schritt für Schritt Einführung in dieses Gebiet, wie du sie hier gibst hat einfach gefehlt. Ein sehr interessantes Thema finde ich die verschiedenen Arten von Coins und Ihre Möglichkeiten und Funktionen.

    Mach weiter so 👍

  2. Ganz interessant wäre ja, ob man im Endeffekt für bestimmte Gruppen von Coins unterschiedliche Wallets braucht, oder ob es eine einzige auch „tut“.

    Gibt es da unterschiede zwischen den Wallets?

    Ich habe z.B eine aktuell noch leere Coinbase Wallet.

  3. Erst mal ist es wichtig dass eine Wallet erst mal kein Onlinedienst ist, sondern die simple Kombi aus Private und Public Key. Also jeder der sich die Chain runterlädt ne Adresse dazupacken kann und damit in der Regel das sicherste Wallet der Welt hat (besonders wenn dann der Secret auch noch anhand von Hardwarekeys gespeichert wird).

    Was dann Onlinedienste machen ist, dass ganze als Klicklösung zu vereinfachen, eigentlicher Secret beim Dienstleister immer dann wenn das was ihr eingebt nicht direkt der ganze secret ist.
    Das kam weil der Wunsch besteht sich halt nicht Gigabyteweise Daten zu saugen nur weil man teilhaben möchte. Das bringt dann wieder das Problem der Jurisdiktion hervor. Die USA haben mittels Five-eyes und EU-Kooperation beinahe weltweiten Geheimdienstzugriff, wegen Brexit sieht sogar Gibraltar im Ungewissen aus. Euer Onlinedienst sollte also genau im Sweet Spot sitzen, was die wenigsten tun. Ganz gleich wie hoch und heilig er verspricht, auch eine Teileingabe eines Keys bedeutet dass der gesamte Key weitaus schneller zu knacken ist weil der Rest davon ja auf dem Server liegt.

    Es ist nicht alles finanzielles Geschick an Cryptos und ja, ganz normale Aktien sind etwas vollkommen anderes.

    Das nur so zum Bedenken. Cryptos sind mir kein Fremdwort mehr, nicht erst seit Musk den Dogecoin pusht und Tesla Milliarden in Bitcoins steckt, was an sich schon die Schwäche des Systems Crypto zeigt (es gibt ja auch das Gegenteil von Musk irgendwo auf der Welt). Sondern schon circa seit dem 2016er DAO-hack im Ether Universum.

  4. Grüß dich Sascha! In weiteren Beitrag würde mich interessieren, was aktuell der praktische Unterschied zwischen den Blockchains ist und ob man jetzt überall Coins erwerben sollte oder nur bei einer. Ebenso: wenn immer neue Blockchains entstehen, werten die sich gegenseitig auf oder ab oder haben die gar keinen gegenseitigen Einfluss?

  5. Hi Sascha!

    Could you write about crypto fees? I don’t understand why some are so high like for ETH and some are so low like you just wrote about ZIL?? Super high fees kinda defeat the purpose of crypto, don’t ya think?
    Thanks!

  6. Interessant wäre zu wissen worauf man bei kauf von Kryptowährungen achten sollte. Welche Kryptowährungen haben eine Zukunft und welche nicht. Ein zweiten Bitcoin werden wir sicherlich nicht mehr bekommen.

    1. ja, weil jede Cryptowährung wie jede Fiatwährung auch einen direkten Gegenwert zueinander darstellt, der sich halt stetig und oft hochvolatil verändert…
      Sascha haut hier aktuell gut 10€ (ja, 13€, aber man verliert ja was wenn man es schnell als Fiat rausziehen will) an jeden Kommentator raus, weils halt weniger als 20 waren die überhaupt kommentierten.

      Bitpanda und Coinbase machen da scheinbar nicht mit, aber via Cex.io müsstest du deinen 10€-Schein (der bis dahin vielleicht nur noch 8€ wurde) ausgezahlt bekommen.
      Gönn dir nen Drink dafür, oder ne Pizza vom Lieferdienst.

  7. Mich würde tatsächlich mal deine Meinung dazu interessieren, wie der Crypto-Markt in ~5 Jahren aussehen wird. Siehst du die Chance, dass kleinere Währungen noch einmal groß rauskommen oder sind Bitcoin und Co. tatsächlich gekommen, um zu bleiben? Technisch gibt es doch durchaus auch andere Projekte, die für gewisse Einsatzzwecke definitiv besser geeignet sind

  8. Das Thema Cryptowährung ist immer mal mehr oder weniger präsent ist bei mir. Bin aber noch ein richtiger Noob. Daher habe ich auch eine eventuell dumme Frage. Beim Lesen der Beitrags hab ich mich gefragt: Wer bestimmt oder ermittelt die Preise für den jeweiligen Coin?
    Kann man mit jedem Wallet auch jeden Coin verwalten?
    Ich denke ich sollte an dem Thema auch mal etwas länger dran bleiben 😅

    1. Lies dich ein bisschen in Aktienmärkte ein. Ja, aktien sind etwas anderes, aber Finanzsysteme funktionieren überall gleich.
      Angebot und Nachfrage bestimmt den Preis, auch bei Cryptos.
      Nimm dir ein paar Bücher und fang an zu lesen.

      Hauen alle Gewinner hier ihre 10€ nachdem sie von Sascha ankamen schnellstmöglich aus dem ZIL System raus ist das in der Regel ein schlechtes Signal, aber in so minimalem Umfang dass es kaum zur Sache spielt…

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