Blockchain – was ist das überhaupt?

Blockchain – was ist das überhaupt?

In meinem Einführungsbeitrag habe ich erwähnt, dass ich es euch so einfach wie möglich machen werde, die Blockchain-Technologie zu nutzen. Während Kommentare ausblieben, habe ich doch einiges an Feedback bekommen und so erfahren, dass ich dem schon im ersten Artikel nicht gerecht wurde. Begrifflichkeiten, die für einen Nutzer der Technologie völlig normal sind, sind es für Erstnutzer eben nicht. Das tut mir leid und das werde ich ändern. Deshalb auch direkt noch einmal der Hinweis: Wenn ihr Fragen habt, fragt gerne auch in den Kommentaren, es gibt keine doofen Fragen. Nur so kann ich meine Texte entsprechend anpassen.

Was ist überhaupt diese Blockchain? Ganz einfach gesagt: Datensätze, die in Blöcken gesammelt werden, ein Block entspricht einer Liste von Daten. Die Blöcke werden miteinander verkettet und sind nicht veränderbar. Wenn ein neuer Block mit Datensätzen hinzukommt, werden alle alten Blöcke ebenfalls mitgeschleppt. Die Blockchain ist dabei kein zentrales Element, sie ist auf viele Stellen in der Welt verteilt, alle halten aber dieselben Daten vor. Das ist der dezentrale Ansatz einer Blockchain, Daten sollen nicht an zentraler Stelle gespeichert werden, wo sie auch recht einfach manipuliert werden könnten.

Um Daten auf die Blockchain zu schreiben, muss man Transaktionen auslösen. Diese kosten in der Regel einen kleinen Anteil der Währung, welche die Blockchain definiert. Schickt ihr also zum Beispiel Bitcoin von A nach B, kostet das nicht nur den Betrag, den ihr verschicken möchtet, sondern auch zusätzlich Bitcoin, damit diese Transaktion auch auf der Blockchain gespeichert wird. Das führt seit geraumer Zeit zu Problemen. Denn die Kosten wachsen mit der Blockchain.

Die beiden größten/bekanntesten Blockhains sind Bitcoin und Ethereum. Beide haben aktuell nicht nur immense Kurszuwächse zu verzeichnen, sondern fallen vor allem auch durch hohe Transaktionsgebühren auf. Das widerspricht so ein bisschen dem Blockhaingedanken, wenn es um Finanzen geht. Es soll für jeden die bessere Lösung sein, egal ob arm oder reich. Ist nicht sehr glaubwürdig, wenn man für das Senden von 0,5 Euro dann 50 Euro Gebühr bezahlen muss. Mikrotransaktionen, also die Übermittlung kleiner Beträge sind so ausgeschlossen, es rechnet sich einfach nicht.

Deshalb gibt es auch modernere Blockchains, die sich eben dieser Probleme annehmen. Schnelle Transaktionen mit geringen Gebühren. Auf lange Sicht wird sich so etwas bei der Masse durchsetzen. Die hohen Gebühren, die aktuell bei Bitcoin und Ethereum vorherrschen sind dennoch relativ zu sehen. Denn man kann eben auch sehr hohe Werte direkt von A nach B senden. Falls ihr einen Milliardär kennt, fragt ihn mal wie schwierig es ist, Millionenwerte weltweit zu verschieben. Da zahlt er gerne 100 Dollar oder mehr für eine Direkttransaktion. Das spricht aber logischerweise nicht die Masse an und eignet sich zum Beispiel auch nicht zum Bezahlen kleiner Beträge in Spielen.

Die Direktübertragung ist auch die große Stärke der Blockchains. Das ist wie die Weitergabe von Bargeld, nur nicht örtlich begrenzt. Eine Bank oder ein Vermittler wie PayPal ist nicht zwischengeschaltet, die Gebühren, die anfallen, gehen an jene, die das dezentrale Netz einer Blockchain aufrecht erhalten. Aber Achtung, die wenigsten Blockchains ermöglichen eine anonyme Nutzung, in der Regel sind alle Transaktionen nachvollziehbar. Was für den ein oder anderen eventuell nachteilig klingen mag, ist im Großen und Ganzen dennoch als Vorteil zu sehen.

Meine Erklärung der Blockchain-Technologie ist bewusst einfach gehalten und sie greift auch nicht im geringsten technische Details auf. Wer da tiefer einsteigen möchte, startet am besten beim Wikipedia-Eintrag über Blockhain und klickt sich dann in die Details.

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